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AAR steht für Artist At Ressort und ist ein Mentoringprogramm für die nachkommende Künstlerinnen-Generation. Diesmal, in der 27. Folge des seit 2008 bestehenden Erfolgsprogramms, zeigten drei weibliche Teams, ihre Bühnenarbeiten an drei Abenden. Die Premiere des Triple-Abends im Tanz*Hotel ist am 10. März gefeiert worden.


Wie schön! Keine Black Box. Das Publikum betritt einen hellen Raum, ganz in Weiß erstrahlt die Bühne. Schon habe ich gute Laune. Buzz ist ein Tanzkonzert der Formation tanz.sucht.theater, gegründet von den Tänzerinnen Katharina Senk / Senki und Maartje Pasman. Drei Tanzkörper verschmelzen mit der Musik, poetische, das Geschehen beschreibende Texte bescheren schlecht oder gar nicht Sehenden ihre eigene, auditive Performance. Uraufführung im Rahmen von imagetanz, brut 2026.


Realität oder Fantasie, Wahrheit oder Hirngespinst? Wem gehört die Literatur, was ist ihr erlaubt, was verboten? Neuerdings suchen Autorinnen wieder nach einer Antwort. Was darf, was tut ein Autor und ist er überhaupt wichtig? Darüber wurde und wird immer wieder geschrieben. Die Literatur wird zur Metaliteratur, der Roman zum Metaroman, weil sie sich selbst thematisieren. Auch in Enrique Vila-Matas’ Buch Este Bruma insensata / Dieser sinnlose Nebel, 2019 auf Spanisch erschienen, jetzt von Petra Strien-Bourmer für den Wallstein Verlag übersetzt, ist das Schreiben und das Lesen das eigentliche Thema. 


Die Tanzkünstlerin Cat Jimenez bezieht das Publikum in ihre Performance ein. Sie teilt mit ihm das Wasser des Lebens und des Vergessens und den Chorgesang. In ihrem Solo geht es um Erinnerungen, um Trauer und Schmerzen und deren Bewältigung. Ruins of a Shell war im Rahmen von imagetanz, dem jährlichen Festival für neue Positionen in Choreografie und Performance, im Studio brut zu sehen.


Der österreichische Autor Marc Elsberg erreicht mit seinen Wissenschaftskrimis Millionenauflagen. Auch der neue Roman, Eden – Wenn das Sterben beginnt, wird die Leserinnen erschüttern, doch geschehen wird nichts. Die Gletscher schmelzen, die Meere erhitzen sich, die Eisbären sind ebenso dem Tod geweiht wie die Meerestiere und die Menschen werden verhungern. Das Sterben hat schon begonnen. Wen schert’s? 


Ein Festival der besonderen Art findet seit nahezu 40 Jahren im Tirolerland statt. Von der Galerie St. Barbara in Hall veranstaltet, bietet das Osterfestival Tirol unter der künstlerischen Leitung von Hannah Crepaz ein vielfältiges Programm, einem gesellschaftsbezogenem Motto folgend. Heuer heißt es un-endlich. Das edes Jahr mit Bedacht gewählte Motto stellt die Auseinandersetzung mit Vergangenheit in den Mittelpunkt und lässt auch über andere scheinbar unüberwindliche Gegensätze nachdenken.