Was am Rhein als erfolgreiche gefeiert wird, kann in der Donau leicht untergehen. Da hilft es auch nicht, wenn der deutsche Theaterpreis Der Faust zugeschlagen hat. Beispiele dafür gibt es einige. Das letzte: Des belgischen Choreografen Jeroen Verbruggen Tanzstück Amor & Psyche? Genau mit Fragezeichen. Und in der Premiere von TanzLinz wären noch mehr anzubringen gewesen. Premiere war am 31.1. im Musiktheater.
Sterne über Sterne. Auf der Bühne und bei den Namen der Mitwirkenden, weil sie alle mit der Wiederaufnahme von George Balanchines Ballett Jewels ein Rollendebüt feiern. Ballettdirektorin Alessandra Ferri gestaltet ihre erste Saison vorsichtig und publikumswirksam. Mit Giselle hat sie die Saison eröffnet, in der Halbzeit hat sie die Juwelen aus dem Repertoire-Schmuckkästchen geholt und neu einstudieren lassen. Die erste Vorstellung: strahlend, beglückend, eindrucksvoll.
Kinobesucherinnen aufgepasst! Der Titel ist natürlich eine Falle, denn mit der bekannten Filmtrilogie hat er nichts zu tun. Es soll kühl bleiben auf der Bühne, wenn Flóra Boros im violett schimmernden Licht im Wuk Projektraum zum Violet Glace, dem violetten Blick, auffordert. Nach der Uraufführung am 29.1. gibt es noch zwei Vorstellungen.
Die lahmen Gäule aus dem Sumpfhaus, die abgehalfterten MI5 Agentinnen und Agenten, galoppieren wieder, chaotisch und oft sinnlos, wie immer. Wir lesen den achten Band der englischen Slough House -Serie von Mick Herron. Auf Deutsch als Jackson Lamb-Romane bekannt. Glücklicherweise behält der Diogenes Verlag, die Originaltitel bei: Bad Actors ist die vorletzte Ausgabe der auf 9 Bände (und einige Novellen zwischendurch, die noch nicht übersetzt sind) angelegten Serie.
Die Bühnenkünstlerin Marta Navaridas hat Igor Strawinskys Musik zum Ballett Der Feuervogel gehört und war begeistert. Doch ein Märchenballett, wie der Librettist Michel Fokine es sich erdacht hatte, wollte sie nicht auf die Bühne bringen. Hingegen zeigt sie gemeinsam mit fünf Tänzerinnen Once upon a Time in the Flames: Our Firebird Ballet. Eine Show, ab 23.1. im brut.
Kann es wirklich ein Vergnügen sein, ein Haar in der Suppe zu finden? Die Antwort ist ein eindeutiges Ja! Allerdings, nur wenn dieses Haar samt Suppe, Teller und Löffel von vier großartigen Bühnenfiguren von der Kompanie Freispiel gefunden wird. Desi Bonato, Maitane Midby, Simon Schober und Kajetan Uranitsch unterhalten mit der Komödie Das Haar in der Suppe Klein und Groß im Dschungel Theaterhaus aufs Allerbeste.