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In der Mitte dieses dreiteiligen Ballettabends zu Beginn der Spielzeit 2026 / 27 steht Choreograf Christopher Wheeldon auf dem Programmzettel. Er ist noch nicht im Archiv, produziert immer wieder Neues, ist der Erbe der Altvorderen George Balanchine und Frederick Ashton. So erklärt Ballettdirektorin Alessandra Ferri die Zusammenstellung des Abends mit dem Titel Living Legacies (Lebendiges Erbe) Dem ersten Abend am 18.9., folgen neun weitere Termine.
Eine Komponistin schreibt einen Roman über eine Komponistin. Die eine, die Autorin Alissa Wenz, ist 1986 in Frankreich geboren, die andere mehr als 100 Jahre davor. Sie schreibt auch, Noten, ist auch Französin, ihr Name ist Mel Bonis. Der Roman Die Komponistin, im Original: Le Désir dans la cage / Die Begierde im Käfig, ist keine Biografie, Bonis’ Lebensdaten dienen lediglich als Basis für einen Tauchgang in die Gedanken- und Gefühlswelt einer Künstlerin im 19. Jahrhundert.
Die neue Heimat des brut, der Spielstätte für performative Künste, ist noch nicht fertig, doch das Notquartier liegt direkt daneben und so kann die Baustelle besichtigt und die Eröffnung am 16. Oktober mit performativen Interventionen und einer Party gefeiert werden. Adresse: 1030, Karl-Farkas-Gasse 16. Noch aber nimmt das brut-Team samt Künstler*innen und Publikum die bereits erprobte Disziplin des Wanderns wieder auf. Neben dem Studio brut in der Zieglergasse haben sich auch neue Spielorte gefunden.
Die Zahlen beeindrucken. Anna Horn, künstlerische Leiterin des Dschungel Wien, stellt die neue Spielzeit vor. 72 Produktionen mit mehr als 300 Künstler*innen werden auf und hinter der Bühne agieren. Anna Horn sitzt bei der Ankündigung des neuen Programms nicht allein am Vortragsbild. Sie hat eine Reihe von Mitarbeiterinnen um sich versammelt, die erzählen, was sie alles vorbereitet haben, was sie tun, anregen und zeigen werden. Dabei geht es auch ins Detail.
Friedemann Vogel, international bekannter Tänzer aus Stuttgart, eröffnet am Salzburger Landestheater die neue Spielzeit. Auf Einladung von Intendant Carl Philip von Maldeghem zeigt der Ausnahmetänzer Friedemann Vogel das mit seinem Partner, Thomas Lempertz, erarbeitete Solo Die Seele am Faden, ein Stück das nach der Lektüre von Heinrich von Kleists Essay Über das Marionettentheater entstanden ist. Das Publikum im ausverkauften Haus hat seine Begeisterung sowohl am Samstagabend (5.9.) als auch in der Sonntagsmatinee (6.9.) mit langanhaltendem Applaus kund getan.
Fakten: Rachel Cusk, im anglo-amerikanischen Raum eine viel diskutierte Autorin, hat einen neuen Roman veröffentlicht: The Life of M, aus dem Englischen von Eva Bonné: Das Leben der M. Ein kühl und emotionslos geschriebener Roman. M ist also eine fiktive Person. Doch in den britischen Medien unterhalten sich Kritiker*innen darüber, ob M vielleicht eine dort bekannte Filmschauspielerin sei. Die Literatur bleibt auf der Strecke.





