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Davide Dato, Rinaldo Venuti im Pas  de deux von Lar lubovich.

Einen weiten zeitlichen und inhaltlichen Bogen spannt der vierteilige Ballettabend American Signatures in der Volksoper. Himmelhoch jauchzend mit Jerome Robbins’ Tanzstück Winterplan von 1945; zu Tode betrübt mit Let me mingle tears with thee von Jessica Lang, zur Musik von Giovanni Pergolesi, uraufgeführt 2023, taucht das Wiener Staatsballett das Publikum in ein Wechselbad der Gefühle. Zwei Pas de deux im Mittelteil dienen der Neutralisierung. 


Eion bezauberndes Paar: António Casalinho mit Argarita Fernandes.

Giselle hat ausgetanzt. Am 8. Mai geisterte das betrogene Mädchen zum letzten Mal in dieser Saison als Willi durch den Wald. Für die Solotänzerin Margarita Fernandes allerdings war es das erste Mal. Sie bekam in der Staatsoper heftigen Applaus für ihr Debüt für die Titelrolle im romantischen Ballett Giselle. Dirigent Luciano de Martino leitete einfühlsam und sicher das Staatsopernorchester. 


Choreografie von Michikatsu Matsune im Theater Bremen. © Jörg Landsberg

Die Szene Salzburg zeigt jeden Sommer, dass auf den Bühnen der Mozartstadt nicht nur die sogenannte Hochkultur ihren Auftritt zelebrieren darf. Zwei Wochen im Juni prägen Festspiele der anderen Art die Stadt. Die SOMMERSZENE, zeitgenössisch, international und eines der ältesten zeitgenössischen Festivals Europas, zeigt heuer vom 8. bis 23. Juni vierzehn profilierte Produktionen aus Tanz und Performance.


Wer ist Frans Poelstra? Tänzer, Schauspieler oder beides?

Ein Leben lang hat der Schauspieler Frans Poelstra vorgegeben, er sei ein Tänzer. Jetzt, mit 71, ist er zu alt um den Tänzer zu spielen, aber immer noch zu jung, um die Bühne zu verlassen. Der Bühnenkünstler will keine Rollen mehr spielen, im Moment mit dem Publikum will Frans nur noch Frans sein, sagt er. Das ist im Grunde immer, so auch in seinem jüngsten Stück, This Moment with You, das er am 28.4. im Studio brut gezeigt hat.


„The Dust of my concrete Child“: Ungetröstet und einsam auch zu zweit.

Der zerbrechliche Mensch in einer rauen Welt. Tanzkörper suchen Schutz und Wärme und finden oft nur rohe Gewalt. Wo liegt die Grenze zischen Intimität und Brutalität, fragt die junge Schweizer Company Cruelbehavior projects unter dem Tänzer und Choreografen Lino Eckenstein. Gemeinsam mit sieben Tänzerinnen hat er das Spannungsfeld zwischen Intimität und Brutalität erforscht und im Basler Anton Franck-Areal einen Video-Katalog aus sieben Kurzfilmen produziert.


Cover der "Penguin Classics"-Ausgabe des Romans "Typee: A Peep at Polynesian Life" von Herman Melville.

Nicht aufgeben. Weiterlesen. Ganz einfach ist der Roman, Melville verschwindet, von Thomas Lang nicht zu verdauen. Geht es doch zugleich um zwei Schriftsteller, den Autor Herman Melville, und zugleich um den fiktiven Schriftsteller Paul, genannt Meander. Der eine ist so unglücklich und erfolglos wie der andere einst war. Meanders Roman über den amerikanischen Autor will keiner lesen.