Im Rahmen des dreiteiligen Ballettabends Visionary Dances leuchtet Wayne McGregors 2018 für das Royal Ballet entstandenes Ballett Yugen als glühender Stern. Zu Leonard Bernsteins Chorwerk Chichester Psalms fließen Kraft und Harmonie durch die Körper der elf Tänzer*innen, die sich im sanften Licht auf der vom Keramiker und Autor Edmund de Waal gestalteten Bühne bewegen.
Dreiteilige Abende sind anstrengend, für die Tänzerinnen und fürs Publikum. Von den zweieinhalb Stunden der Vorstellung dreier Choreografien mit dem Titel Visionary Dance, ist nahezu eine Stunde für die beiden Pausen reserviert. Als Visionäre / Visionärin zeigt Ballettdirektorin Alessandra Ferri zu Kompositionen von Leonard Bernstein, Bohuslav Martinů und Philip Glass Choreografien von Wayne McGregor, Justin Peck und Twyla Tharp. Die Premiere am 28.3. bescherte allen Tänzerinnen und Tänzern ein Rollendebüt.
Im NEST (NEue STaatsoper), der Spielstätte der Wiener Staatsoper für junges Publikum, werden Nüsse geknackt. Eno Peçi, Choreograf und Solotänzer im Wiener Staatsballett hat sich mit Peter Tschaikowskys Ballettmusik zur Geschichte vom Nussknacker (nach E. T. A. Hoffmann) befasst und mit Mein erster Nussknacker ein Ballett für Kinder geschaffen.
Getanzt wird von den Schülerinnen und Schülern der Ballettakademie und Mitgliedern der Jugendkompanie. Premiere war am 25.3. im NEST.
Der Film ist fast fertig, nur die Postproduktion, also der letzte Schliff, fehlt noch. Doch die Filmemacherin Carolina Cappelli brennt darauf, ihren Film zu zeigen. B-Movies heißt er und befasst sich mit der Rolle weiblicher Nebenfiguren, die viel zu oft unbeachtet bleiben. Es dauert eine Weile, bis der mit Esprit und geistreicher Komik ausgestattete Film auf der Leinwand erscheint. Doch dann nimmt das Staunen und Lachen kein Ende.
Eine Choreografie wie aus dem Bilderbuch, ein Abenteuer mit Musik und einem wohlgestalteten, überaus dynamischen und bärenstarken kämpferischen Trio. Das kompakte Festivalprogramm Bounce von Marta Navaridas und Alex Deutinger ist endlich auch in Wien gelandet, um das Netz aus Klang und Bewegung, Licht und Raum, Kostüm und Maske auszuwerfen und die Zuseherinnen damit einzufangen. Es ist gelungen. An drei Märztagen im großen Saal des Wuk.
AAR steht für Artist At Resort und ist ein Mentoringprogramm für die nachkommende Künstlerinnen-Generation. Diesmal, in der 27. Folge des seit 2008 bestehenden Erfolgsprogramms, zeigten drei weibliche Teams ihre Bühnenarbeiten an drei Abenden. Die Premiere des Triple-Abends im Tanz*Hotel ist am 10. März gefeiert worden.