
Die alternative Besetzung im dreiteiligen Ballettabend Visionary Dances verblüfft mit einer interessanten Rollenverteilung. Corps-Tänzerinnen haben Erste Solotänzer zum Partner und Erste Solotänzerinnen werden von Tänzern aus dem Corps de Ballet gehoben. Die 2. Vorstellung mit den ungewohnten Paarungen, am 14.4., hat dem Publikum hörbar gefallen. Tänzerinnen und Tänzer wurden mit Bravorufen belohnt. Ashley Taylor hat die erste Vorstellung in dieser Besetzung am 10.4. fotografiert, doch auch am 17. April sind die Bilder noch nicht freigegeben. Tut mir leid.
Mit vier Premieren wartet die Direktorin des Wiener Staatsballetts, Alessandra Ferri, in der kommenden Saison, 2026 27 auf. Zwei großartige abendfüllende Ballette, Nijinsky von John Neumeier und Woolf Works von Wayne McGregor werden in der Staatsoper mit besonderer Beteiligung von Alessandra Ferri, gezeigt; fünf Masterpieces for Two und ein zweiteiliger Abend mit dem Titel Carmen Suite sind in der Volksoper zu genießen.
Im Rahmen des dreiteiligen Ballettabends Visionary Dances leuchtet Wayne McGregors 2018 für das Royal Ballet entstandene Ballett Yugen als glühender Stern. Zu Leonard Bernsteins Chorwerk Chichester Psalms fließen Kraft und Harmonie durch die Körper der elf Tänzer*innen, die sich im sanften Licht auf der vom Keramiker und Autor Edmund de Waal gestalteten Bühne bewegen.
Dreiteilige Abende sind anstrengend, für die Tänzerinnen und fürs Publikum. Von den zweieinhalb Stunden der Vorstellung dreier Choreografien mit dem Titel Visionary Dance ist nahezu eine Stunde für die beiden Pausen reserviert. Als visionär stellt Ballettdirektorin Alessandra Ferri Choreografien von Wayne McGregor, Justin Peck und Twyla Tharp zu Kompositionen von Leonard Bernstein, Bohuslav Martinů und Philip Glass vor. Die Premiere am 28.3. bescherte allen Tänzerinnen und Tänzern ein Rollendebüt.
Im NEST (NEue STaatsoper), der Spielstätte der Wiener Staatsoper für junges Publikum, werden Nüsse geknackt. Eno Peçi, Choreograf und Solotänzer im Wiener Staatsballett hat sich mit Peter Tschaikowskys Ballettmusik zur Geschichte vom Nussknacker (nach E. T. A. Hoffmann) befasst und mit Mein erster Nussknacker ein Ballett für Kinder geschaffen.
Getanzt wird von den Schülerinnen und Schülern der Ballettakademie und Mitgliedern der Jugendkompanie. Premiere war am 25.3. im NEST.
Der Film ist fast fertig, nur die Postproduktion, also der letzte Schliff, fehlt noch. Doch die Filmemacherin Carolina Cappelli brennt darauf, ihren Film zu zeigen. B-Movies heißt er und befasst sich mit der Rolle weiblicher Nebenfiguren, die viel zu oft unbeachtet bleiben. Es dauert eine Weile, bis der mit Esprit und geistreicher Komik ausgestattete Film auf der Leinwand erscheint. Doch dann nimmt das Staunen und Lachen kein Ende.





