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Prospekt der Schule hellerau-Laxenburg für die Sommerkurse 1930. Buchillustration

Ein fast vergessenes Zentrum der europäischen Tanzmoderne wird wieder lebendig. Als Herausgeberin, Autorin und Tanzhistorikerin erzählt Andrea Amort in dem gewichtigen Band „Gesteigertes Leben“ die Geschichte von Hellerau-Laxenburg, jenem ungewöhnlichen Ort bei Wien, an dem sich zwischen 1925 und 1939 Tänzerinnen, Musikerinnen, Pädagoginnen und Künstler innen anderer Genres versammelten. Wissenschaftlich fundiert und aus zahlreichen bislang verstreuten Quellen rekonstruiert, mit Beiträgen anerkannter Autorinnen liest sich der reich bebilderte Band zugleich wie die Wiederentdeckung einer untergegangenen Welt. 


António Casalinho ist der Star in Ashtons Ballett „Rhapsody“.

In der Mitte dieses dreiteiligen Ballettabends zu Beginn der Spielzeit 2026 / 27 steht Choreograf Christopher Wheeldon auf dem Programmzettel. Er ist noch nicht im Archiv, produziert immer wieder Neues, ist der Erbe der Altvorderen George Balanchine und Frederick Ashton. So erklärt Ballettdirektorin Alessandra Ferri die Zusammenstellung des Abends mit dem Titel Living Legacies (Lebendiges Erbe) Dem ersten Abend am 18.9., folgen neun weitere Termine.


Alissa Wenz, eine mehrfach begabte Autorin © Chloé-Lo / Les Avrils

Eine Komponistin schreibt einen Roman über eine Komponistin. Die eine, die Autorin Alissa Wenz, ist 1986 in Frankreich geboren, die andere mehr als 100 Jahre davor. Sie schreibt auch, Noten, ist auch Französin, ihr Name ist Mel Bonis. Der Roman Die Komponistin, im Original: Le Désir dans la cage / Die Begierde im Käfig, ist keine Biografie, Bonis’ Lebensdaten dienen lediglich als Basis für einen Tauchgang in die Gedanken- und Gefühlswelt einer Künstlerin im 19. Jahrhundert. 


Erste Begegnung mit Tomasz Kireńczuk, dem neuen künstlerischen Leiter des brut. © Christine Miess

Die neue Heimat des brut, der Spielstätte für performative Künste, ist noch nicht fertig, doch das Notquartier liegt direkt daneben und so kann die Baustelle besichtigt und die Eröffnung am 16. Oktober mit performativen Interventionen und einer Party gefeiert werden. Adresse: 1030, Karl-Farkas-Gasse 16. Noch aber nimmt das brut-Team samt Künstler*innen und Publikum die bereits erprobte Disziplin des Wanderns wieder auf. Neben dem Studio brut in der Zieglergasse haben sich auch neue Spielorte gefunden.


Saisoneröffnung im Dschungel. Kinder machen Theater.

Die Zahlen beeindrucken. Anna Horn, künstlerische Leiterin des Dschungel Wien, stellt die neue Spielzeit vor. 72 Produktionen mit mehr als 300 Künstler*innen werden auf und hinter der Bühne agieren. Anna Horn sitzt bei der Ankündigung des neuen Programms nicht allein am Vortragsbild. Sie hat eine Reihe von Mitarbeiterinnen um sich versammelt, die erzählen, was sie alles vorbereitet haben, was sie tun, anregen und zeigen werden. Dabei geht es auch ins Detail. 


Friedemann Vogel: „Die Seele am Faden“. © Stuttgarter Ballett

Friedemann Vogel, international bekannter Tänzer aus Stuttgart, eröffnet am Salzburger Landestheater die neue Spielzeit. Auf Einladung von Intendant Carl Philip von Maldeghem zeigt der Ausnahmetänzer Friedemann Vogel das mit seinem Partner, Thomas Lempertz, erarbeitete Solo Die Seele am Faden, ein Stück das nach der Lektüre von Heinrich von Kleists Essay Über das Marionettentheater entstanden ist. Das Publikum im ausverkauften Haus hat seine Begeisterung sowohl am Samstagabend (5.9.) als auch in der Sonntagsmatinee (6.9.) mit langanhaltendem Applaus kund getan.