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Vier Tänzer*innen bewegen sich in einem Feld mit goldenen Ähren, die neu geordnet, gebündelt und in neue Objekte verwandeln. Die Bühne ist nicht mehr ein Niemandsland (No Man’s Land), sondern viel schlimmer eine gottlose Zone. No Gods Land / Keiner Götter Land nennt die Choreografin Ulduz Ahmadzadeh ihre jüngste Produktion. Premiere war am 29. Oktober im Tanzquartier.
António Casalinho verkörpert Nijinsky, tanzt seinen Schmerz und am Ende den Krieg. In der Premiere am 20.10. war er Nijinskys älterer Bruder Stanislaw, der mit 27 Jahren in der Psychiatrie gestorben ist. Doch nicht nur der Erste Solotänzer Casalinho machte die beiden Vorstellungen am 22. uns 26. Oktober sehenswert. Das gesamte Ensemble bot eine erlesene Darbietung von Weltklasseniveau.
Mit dem Roman Kalmann schweigt vollendet Joachim Schmidt die Trilogie über den einzigartigen Bewohner von Raufarhöfn, Kalmann Óðinsson. Auch wenn im Mittelpunkt eine Leiche im trockenen Whirlpool sitzt, ist der letzte Band, wie auch die beiden vorangegangenen Bände, kein richtiger Krimi, sondern eher ein Schelmenroman aus einem dem Großteil der Leserinnen unbekannten Land hoch oben im Norden des Kontinents.
Der Bühnenkünstler, Klangchoreograf und Sänger Alex Franz Zehetbauer macht sich zum Narren. Als schamloses, raffiniertes, anarchistisches Geschöpf schmiert er seinem entzückten Publikum Galle ums Maul, und wirft mit Fäkalien – glücklicherweise geruchlos, weil aus Plastilin – anstatt mit Messern. Die Performance Bonappétitsixsixsix am 23.10. im Amtshaus Herrmanngasse, war die letzte der stets ausverkauften Serie. Schade!
Chaos auf der Bühne im Dschungel Wien. Jasmin, Juan und Michi möchten sich nicht produzieren, nichts vorführen, kein Theater machen. Sie wollen malen und zeichnen, singen, tanzen und auch Pause machen und einen Schatz suchen. Die schallundrauch agency hat die drei für ein Monsterprojekt engagiert. Am 21. Oktober ertönte der Startschuss im Dschungel Wien.
Der wichtigste Tänzer des 20. Jahrhunderts, Vaslaw Nijinsky, beschäftigt den Choreografen John Neumeier seit seiner Jugend. Von den drei Werken, die er seinem Idol gewidmet hat, ist Nijinsky das aufwändigste und längste, mehr als zwei Stunden dauern die beiden durch eine Pause getrennten Akte. 26 Jahre nach der Uraufführung mit dem Hamburg Ballett in der Hamburgischen Staatsoper feiert das Wiener Staatsballett mit Nijinsky Premiere.





