
Letzte Artikel
- Joachim B. Schmidt: Kalmann schweigt, fast ein Krimi
- „Bonappétitsixsixsix“: Ein teuflisches Mahl.
- Dschungel: Monster entstehen aus Chaos
- Ballettpremiere in Wien: Nijinsky von John Neumeier
- Mzamo Nondlwana im brut: Fröhlicher Widerstand
- Nonsens und Komik mit Hanna und Maartje
- Ghosts & Monsters: Eine geniale Tanzperformance von Karin Pauer
- Haben Sie noch Fragen? Eine späte Begegnung mit Rolf Dobelli
- Theater.nuu im Dschungel: Genie
- Ein Monster zu Gast im Dschungel Theaterhaus
Suche
Auch wenn der Abend vor Allerheiligen nicht mehr weit ist, haben die Geister und Monsters, die die Bühne des Tanzquartiers beherrschen, nichts mit Halloween zu tun. Choreografin Karin Pauer denkt in ihrer Choreografie Ghosts & Monsters gemeinsam mit zwei Tänzerinnen und zwei Tänzern zum Live-Sound von Rozi Mákó über den Zustand des Planeten Erde nach, erzählt vom Werden und Vergehen und neuerlichem Werden. Premiere war am 8. Oktober in der Halle G.
Rolf Dobelli, geboren als Rolf Ulrich Döbeli, was ihn klar als Schweizer ausweist, ist Unternehmer und Schriftsteller und hat mit seinen Büchern, wie kolportiert wird, Millionen Leser*innen erreicht. Und jetzt: Schande! Ich kannte ihn nicht, bis ich sein jüngstes Werk Das können nur Sie beantworten, erschienen im Schweizer Diogenes Verlag, in Händen hielt. Es ist der Folgeband des 2025 von Diogenes aufgelegten gebundenen Fragebogens Jetzt sind Sie gefragt.
Die Genie (englisch ausgesprochen) ist eine Maschine, genauer gesagt eine Hebebühne. Die braucht man überall dort, wo etwas oder jemand in die Höhe gehoben werden muss. Also auch auf der Bühne. Doch das Publikum sieht nichts von dieser Arbeit und auch nicht von allen jenen, die die Genie bedienen. Doch in der Performance Genie wird sie selbst zur Darstellerin, darf mit ihrer Technikerin den kräftigen Applaus der Kinder genießen.
So wirklich zum Fürchten ist dieses Monster im blauen Tutu trotz des gefährlichen Vampirzahnes nicht. Trygve Wakenshaw und das Maschinenhaus Theater Toboso aus Essen haben mit dem Solo Monsterrrrr! einige Vögel abgeschossen. Der aus Neuseeland gebürtige Clown und Physical Comedian unterhält mit seinen Auftritten meist Erwachsene. Doch diesmal tanzt er als freches Monster im Dschungel an. Monsterrrr! ist für Volksschulkinder gedacht, unterhält jedoch auch deren Großeltern aufs Allerbeste.
Ein fast vergessenes Zentrum der europäischen Tanzmoderne wird wieder lebendig. Als Herausgeberin, Autorin und Tanzhistorikerin erzählt Andrea Amort in dem gewichtigen Band „Gesteigertes Leben“ die Geschichte von Hellerau-Laxenburg, jenem ungewöhnlichen Ort bei Wien, an dem sich zwischen 1925 und 1939 Tänzerinnen, Musikerinnen, Pädagoginnen und Künstler*innen anderer Genres versammelten. Wissenschaftlich fundiert und aus zahlreichen bislang verstreuten Quellen rekonstruiert, mit Beiträgen anerkannter Autorinnen liest sich der reich bebilderte Band zugleich wie die Wiederentdeckung einer untergegangenen Welt.
In der Mitte dieses dreiteiligen Ballettabends zu Beginn der Spielzeit 2026 / 27 steht Choreograf Christopher Wheeldon auf dem Programmzettel. Er ist noch nicht im Archiv, produziert immer wieder Neues, ist der Erbe der Altvorderen George Balanchine und Frederick Ashton. So erklärt Ballettdirektorin Alessandra Ferri die Zusammenstellung des Abends mit dem Titel Living Legacies (Lebendiges Erbe). Dem ersten Abend am 18.9. folgen neun weitere Termine.





