Nina Poláková: Zum Abschied in Hochform.

Die Letzte Vorstellung dieser Saison des Balletts „Onegin“ von John Cranko war der Ersten Solotänzerin Nina Poláková gewidmet. Nach mehr als 15 Jahren im Ensemble des Wiener Staatsballetts hat Poláková Wien verlassen, um in ihrer Heimat die künstlerische Leitung des Balletts am slowakischen Nationaltheater in Bratislava zu übernehmen. Mit ihrer Lieblingsrolle, der Tatjana im Ballett „Onegin“, hat sie sich, bereits als Gast, am 11.Jänner vom Publikum und ihrem Ensemble verabschiedet.

Ditta Rudle
Claudine Schoch / Marcos Menha, Fion McGee / Daniel Vizcayo, Elena Bottaro / Masayu Kimoto

Die Tanzeinlagen im traditionellen Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker stehen ebenfalls traditionell, nicht im Mittelpunkt der Veranstaltung, das tut die Musik. Heuer haben die weißen Pferde die Polka für sich erobert. Ballettdirektor Martin Schläpfer musste sich als Choreograf nur um den Walzer, „Tausend und eine Nacht“, op. 346 von Johann Strauss Sohn, kümmern. Ein Debüt. Mehr Erfahrung hat der Kostümbildner Arthur Arbesser, der schon im zweiten Neujahrskonzert die Tänzer:innen  einkleiden durfte.

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"Spieglein": Die Wiener Darsteller:innen . © Elsa Okazaki

Eine der letzten Produktionen in Le Studio (Studio Molière) ist eine Zusammenarbeit von vier Kindern in Wien mit ebenso vielen aus Mexiko. Sozusagen eine gespiegelte Geschichte. In Mexiko ist aus einer Szenenfolge, die Wiener Kinder erfunden haben, ein Film entstanden. In Wien ist die mexikanische Geschichte auf der Bühne aufgeführt worden. Das neuartige und bestens gelungene Projekt entspricht ganz dem Motto der beiden Leitfiguren von Le Studio, Lise Lendais und Pierre-Emmanuel Finzi, „Film und Bühne“.

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"Immortaly Day" von  Oleg Soulimenko. © Miguel Mittag

Zwar nicht fürs Leben, doch für ein paar Jahre hat das brut eine neue Heimat gefunden. Nach anstrengenden nomadischen Jahren ist das Team mit der neuen Spielstätte in einer ehemaligen Industriehalle im 20. Bezirk glücklich und zufrieden. Am 1. Oktober eröffnet Toxic Dreams die Saison 2021/22.

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Rainer Berson hat Shahrzad Nazarpour für ihr Solo "Hijab offline" fotografiert.

Im Dschungel – Theaterhaus für junges Publikum hat Intendantin Corinne Eckenstein mir ihrem Team die verordneten Ruhezeiten genützt, um die ohnehin immer sprudelnde Kreativität förmlich zum Explodieren zu bringen. Ein neues Festival für eine Gruppe, die zwischen allen Theaterstühlen sitzt, die 15 bis 23Jährigen – „Skin – Performance für junge Erwachsene“ ist entstanden, und das Programm der neuen Spielzeit, 21/22 mit 38 Premieren, die auch sämtliche durch den Lockdown ins Wartezimmer verschobenen Stücke enthalten, kann sich sehen lassen. Mit einem Doppelabend wird die neue Theatersaison am 23. September eröffnet.

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Alex Deutinger, Alexander Gottfarb in "Chivalry is dead". © Elsa Okazaki

Pelzverkehr“, das jährliche Festival für zeitgenössischen Tanz und Performance findet heuer zum 6. Mal statt. Künstler:innen aus Österreich, Italien und Slowenien wenden sich mit ihren Aufführungen an Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Das Programm ist vielfältig und abwechslungsreich und reicht von ästhetisch Vertrautem bis zu Riskantem und Experimentellem. Ergänzend zu den Tanz- und Performanceabenden stehen Künstlergespräche, Workshops, Film- und Musikevents sowie eine Ausstellung mit Tanzfotos von Laurent Ziegler auf dem Programm.

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