Costas Kekis und Sara Lanner versetzen den Draht in Schwingung. © Christine Miess

 

Mit einem doppeldeutigen Titel führt die Tänzerin / Choreografin Sara Lanner das Publikum unter die Erde und ins eigene Innere. Ausgehend vom Bergbau untersucht sie gemeinsam mit dem Tänzer Costas Kekis den Zwiespalt, der unsere Welt trennt und zugleich zusammenhält. Als bildende Künstlerin hat Lanner auch die Bühne im großen Theatersaal des brut nordwest gestaltet, das ausgeklügelte Lichtdesign und die Toncollage ergänzen die Aufführung zu einem Gesamtkunstwerk.
Premiere war 14. Oktober im neuen Domizil des brut.

Ditta Rudle
Rino Indiono tanzt sein Stück "From the Heart".

Der Tänzer Rino Indono feiert sein Debüt als Choreograf. Das Solo tanzt Rino Indiono, und auch das mittanzende Video hat er geschaffen, ebenso den Text, den er selbst aus dem off spricht. Indiono ist diese Aufführung eine Herzensangelegenheit. Die Premiere von „From the Heart“ war am 15. Oktober im Dschungel.

Ditta Rudle
Piina Bausch: "Frühlingsopfer" in Afrika.

Igor Strawinsky, dirigiert von Pierre Boulez, und Pina Bausch bringen das Festspielhaus Sankt Pölten zum Beben. Musik und Tanz vereinen sich zu einem einmaligen Ereignis, das auch das Blut der Zuchauer:innen zum Kochen bringt. Getanzt wird „Le Sacre du Printemps“ in der Choreografie von Pina Bausch von einem afrikanischen Ensemble. Ein Kulturaustausch der ganz besonderen Art.

Ditta Rudle
Neue Oper Wien zeigt "Death in Venice" von Benjamin Britten.

Benjamin Brittens letzte Oper handelt von unterdrückten Gefühlen, vom Zwiespalt eines Menschen, der sich zwischen Kunst und Leben entscheiden muss, und vor allem vom Tod. Thomas Mann hat die Novelle „Der Tod in Venedig“ geschrieben, die von der Sehnsucht und dem Tod des erfundenen Dichters Gustav von Aschenbach handelt. Benjamin Britten hat das Libretto von Mylanwy Piper, der sich brav an Mann hält, vertont. Die Neue Oper Wien unter Walter Kobéra hat sie in einer Inszenierung von Christoph Zauner auf die Bühne gebracht. Am 7. Oktober war Premiere im Museumsquartier.

Ditta Rudle
J. Brahms: "Ein deutsches Requiem Damenensemble.

Im Graben das Orchester, auf einer Rampe vor dem Bühnenportal und in den ersten Logen der Chor, die Sopranistin und der Bariton. Das ergibt einen herrlichen Raumklang, und wenn Dirigent Christoph Altstaedt den Stock hebt, könnte man beglückt die Augen schließen und der Musik von Johannes Brahms lauschen. Könnte man, müsste man nicht auch auf die Bühne schauen. Dort nämlich spielt sich das Ereignis ab, das 2011 entstandene Tanzstück als Wiener Premiere in der Volksoper; „Ein deutsches Requiem“, Choreografie Martin Schläpfer. Die Stimme des Direktors wünscht „Gute Unterhaltung!“

Ditta Rudle
Auf das Ballett der Kleinen Schwäne will Angelin Preljocaj nicht verzichten.

Mit Angelin Preljocajs Version des weltberühmten klassischen Balletts „Schwanensee“ hat das Festspielhaus Sankt Pölten am 25. September die neue Spielzeit, eine Jubiläumssaison, eröffnet. Im März 2022 wird das von Architekt Klaus Kader erbaute Theater 25 Jahre alt. Eva Schlegel, die am 1. März 1997 bei der Eröffnung des Hauses den von ihr gestalteten Eisernen Vorhang präsentierte, gratuliert dem Festspielhaus auch zum Geburtstag mit einem neuen Werk. Im Foyer ist ihre raumgreifende Spiegelinstallation zu sehen.

Ditta Rudle