"Encounters": Tänzerinnen und Tänzer im Workspace.

Ein Wochenende lang, 50 Stunden, haben Tänzerinnen und Tänzer in einer leeren, vergammelten Fabrikhalle im Nirgendwo einen Encounter abgehalten, eine Zusammenkunft, eine Begegnung. „Encounters ist ein Versuch, zu arbeiten, ohne dabei materielle Güter oder konsumierbare Serviceleistungen zu produzieren“, sagt Alexander Gottfarb, der schon im Vorjahr die 365 Tage dauernde Performance „Negotiations“ choreografiert und organisiert hat. Damals live in einem leeren Geschäftslokal im 7. Bezirk, man kam und ging, blieb kurz oder eine ganze Weile, vergaß die Zeit und musste, weil es auch anderes zu tun gab, als stumm mit Tänzerinnen und Tänzern im kleinen Raum zu kommunizieren, wieder gehen, doch wusste man, dass man wiederkommt. Im Winter, im Sommer, im Herbst, bis es wieder Winter war.

Ditta Rudle
Martin Schläpfer: Uraufführung von "4"

Martin Schläpfers Choreografie für das Wiener Staatsballett als Uraufführung, vorangestellt die Premiere von Hans van Manens außergewöhnlichem Werk „Live“. Ein festlicher Abend, den ich mit allen Beschränkungen und Maske im Saal erleben durfte. Erleben und genießen mit den Tänzer*innen des Wiener Staatsballetts auf der Bühne – mein Weihnachtsfest. Kein Neid, bitte, die Bundesregierung hat Besuche vonProben und künstlerischen Darbietungen ohne Publikum, die zu beruflichen Zwecken erfolgen“ in der aktuellen Verordnung ausdrücklich erlaubt. Ergo: Genuss und Arbeit zugleich – delecta et labora!

Ditta Rudle
Miet Warlop im rasanten Kreistanz. © Reinout Hiel

Wie tanzt eine elektrische Qualle? Mit der österreichischen Erstaufführung ihrer choreografisch-musikalischen szenischen Bildarbeit Ghost Writer and the Broken Hand Break war die belgische bildende Künstlerin Miet Warlop erneut im TQW zu Gast.

Angela Heide
 Raum der abwesenden Jenni-Elina von Bagh.

Installationen, Performances, Videofilme, Gedankenspiele  – eine belebte Ausstellung, eine geloopte, choreografische Installation. Geplant waren die fünf belebten Dokumente für das Frühjahrsfestival imagetanz 2020, brut im Kempelenpark. Ein Parcours von Box zu Box, in der je eine Tänzerin oder ein Tänzer inmitten ihrer installierten Bühne untersuchen, wie das Körperarchiv getanzter Bewegung den aktuellen Bewegungsablauf beeinflusst. Doch, „machen nur einen Plan …

Ditta Rudle
Auf der Bühne: Drei Originale. (Kukua, Friesacher, Steffl)

Mit ihrer neuen Produktion Original hat die seit mehr als 15 Jahren kontinuierlich Theater für junges Publikum auf höchstem Niveau entwickelnde Wiener Performance-Formation schallundrauch agency erneut ein Stück herausgebracht, das wunderbar leichtfüßig und doch ziemlich tiefsinnig zwischen persönlichen Geschichten und zwischenmenschlichen Erfahrungen changiert. Die Premiere im Dschungel Wien wurde herzlich gefeiert.

Angela Heide
Karin Pauer, Lau Lukkarila, Arttu Palmio: "The Score".

Die Tänzerin / Choreografin Karin Pauer und der bildende Künstler Aldo Giannotti haben ein Stück über die Entstehung eines Stückes konzipiert und zeigen in acht Kapiteln alle Elemente, die dazu nötig sind. Mit Karin Pauer tanzen im brut am Schwendermarkt Lau Lukkarila und Arttu Palmio.

Ditta Rudle