"Immortaly Day" von  Oleg Soulimenko. © Miguel Mittag

"Immortaly Day" von Oleg Soulimenko. © Miguel Mittag

Zwar nicht fürs Leben, doch für ein paar Jahre hat das brut eine neue Heimat gefunden. Nach anstrengenden nomadischen Jahren ist das Team mit der neuen Spielstätte in einer ehemaligen Industriehalle im 20. Bezirk glücklich und zufrieden. Am 1. Oktober eröffnet Toxic Dreams die Saison 2021/22.

Premiere im großen Theatersaal: toxic dreams zeigt “The Art of Asking your Boss for a Raise”. Eine Stunde davor bespielt Andrea Gunnlaugsdóttir die weitläufige Fläche der Industriehalle im brut nordwest mit einer Installation und dem experimentellen Kurzfilm „Airy Matters“. UCie. Willi Dorner: Blick auf die vergangenen Jahrzehnte mit Tanz und Musik. © Lisa Rastlnter freiem Himmel findet hier auch eine Ausstellung des Duos Sööt/Zeyringer statt: „Connecting Views“ basiert auf der Idee, dass das Bild einer Stadt durch die Erfahrungen und die persönlichen Geschichten ihrer Bewohner:innen konstruiert wird.
Schließlich beteiligt sich auch KÖR / Kunst im öffentlichen Raum am der Saisoneröffnung und zeigt an der Außenfassade des Komplexes in der Nordwestbahnstaße die Lichtinstallation „This place is intentionally left blank“ von Lasse Mouritzen und Frida Robles.
Die Vielzahl der Premieren, Projekte und Extras findet sich aktuell auf brut-wien.at.
Um den Appetit anzuregen, serviere ich willkürlich ein paar Namen: Sara Lanner, Lau Lukkarila, Ole Soulimenko, Willi Dorner, Georg Blaschke & Jan Machacek und Hungry Sharks. Potpourri: Olivia Mitterhuemer und Farah Deen (Potpourri) laden zwei Kollegiinnen ein, mit ihnen zu tanzen. "4 A.M" zelebriert die Clubkultur.  © Christine Miess Die kleine Liste zeigt kaum zehn Prozent der Namen von Künstlerinnen und Künstlern, die von Oktober bis Dezember im brut nordwest auf ein geneigtes Publikum hoffen. Vorsicht ist jedoch geboten, jahrelang erfolgreich geübte Gewohnheiten, anfangs eher der Not gehorchend als dem eignen Trieb, sind nicht so schnell abzulegen. Also sucht das brut-Team auch weiterhin nach neuen, ungewöhnlichen, theaterfernen Spielorten, und ha etwa das Naturhistorische Museum gefunden, in dem Doris Uhtlich ihren nebelgefüllten Tank aufstellen wird.
Um bestens informiert zu sein, gibt es sowohl eine digitale wie eine analoge Möglichkeit: Per Post flattert der Programmfolder ins Haus; Nach einem Klick auf die entsprechende Onlineseite des brut füllt sich der digitale Postkasten mit jeder Menge Neuigkeiten in E-Mail-Form.

Saisoneröffnung im brut nordwest, dem neuen Aufführungsort der „Spielstätte für performative Künste“, am 1. Oktober 2021. Brut nordwest, Nordwestbahnstraße 8–10, 1200 Wien.